Notruf 112 – Feuerwehr & Rettungsdienst

Freiwillige Feuerwehren der Gemeinde Holdorf

Wissenswertes

Notruf und Alarmierung

Der Notruf – Die 112

Im Notfall zählt jede Minute. Die Notrufnummer 112 ist europaweit kostenlos erreichbar.

Mehr zur Ersten Hilfe & Notruf

Symbolbild: Eine Hand hält ein Smartphone, auf dem Bildschirm die 112 und ein roter Hörer.

Die Alarmierung

Digitaler Alarmempfänger Swissphone s.QUAD X35 mit Display, von vorn und von hinten.

Seit 2018 werden die Feuerwehren im Landkreis Vechta digital alarmiert (POCSAG). Jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau trägt einen Alarmempfänger, der nicht nur auslöst, sondern auch direkt die Einsatzinformationen auf dem Display anzeigt – so weiß jeder sofort, welche Gefahrenlage gerade vorliegt. Die digitale Übertragung ist zudem deutlich abhörsicherer als frühere Systeme.

Symbol der Alarm-App: ein weißes A mit Funkwellen auf rotem Grund.

Zusätzlich zur Alarmierung per Funkmeldeempfänger werden die Kameradinnen und Kameraden über eine Alarm-App per Push-Nachricht informiert. Das dient als Backup, falls der Empfänger gerade keinen Empfang hat, und zeigt den Einsatzleitern zusätzlich auf einen Blick, wer gerade verfügbar ist – ob zu Hause, auf der Arbeit oder unterwegs. So lässt sich schnell einschätzen, ob weitere Kräfte nachalarmiert werden müssen.

Notfall & Vorsorge

Symbolbild: weißer Rauchmelder an einer dunklen Zimmerdecke mit leuchtender Kontrollanzeige.

Rauchmelder retten Leben

Ein Rauchmelder erkennt Brandrauch oft schon, bevor du selbst etwas bemerkst – gerade nachts entscheidet das über Leben und Tod. In Niedersachsen sind Rauchmelder in Schlafzimmern, Kinderzimmern und Fluren, die als Rettungsweg dienen, gesetzlich vorgeschrieben. Wichtig: Batterie und Funktion regelmäßig prüfen, am besten einmal im Jahr.

Informationen zum Download

Symbolbild: gelber, dreieckiger Kinderfinder-Aufkleber unten an einer Zimmertür.

Kinderfinder

Bei einem Brand zählen Kinder zu den Schwächsten – sie können sich oft nicht selbst bemerkbar machen und verstecken sich instinktiv vor Rauch und Flammen. Der Kinderfinder ist ein kleiner, gelber Warnaufkleber, der unten an der Kinderzimmertür angebracht wird. Da Rauch nach oben steigt, sieht der Rettungstrupp den Aufkleber auch bei starker Verrauchung noch im unteren Türbereich – ein wichtiger Hinweis, dass sich dort ein Kind befinden könnte. Kinderfinder sind bei VGH-Vertretungen und anderen öffentlichen Versicherern kostenlos erhältlich.

Gerne könnt ihr aber natürlich auch uns ansprechen, in der Regel haben wir welche vorrätig!

Symbolbild: Rettungskarte mit Fahrzeugskizzen, unter der Sonnenblende eines Autos festgeklemmt.

Rettungskarte

Bei einem Verkehrsunfall zählt jede Sekunde – doch moderne Autos mit Airbags, Gurtstraffern und extra-gehärteten Stahlteilen erschweren den Rettungskräften oft den schnellen Zugriff. Werden Airbag-Patronen beim Aufschneiden versehentlich ausgelöst, kann das für Verletzte und Helfer gleichermaßen gefährlich werden. Eine Rettungskarte, hinter der Sonnenblende hinterlegt, zeigt genau, wo diese kritischen Bauteile im jeweiligen Fahrzeugmodell sitzen, und hilft der Feuerwehr, gezielt und ohne unnötige Umwege zu handeln. Die Karte ist für die meisten gängigen Fahrzeugmodelle kostenlos zum Ausdrucken erhältlich – und kann im Ernstfall wertvolle Minuten sparen.

Deine Rettungskarte finden

Grafik von oben: dreispurige Straße im Stau, die Autos weichen nach links und rechts aus, in der Gasse dazwischen fährt ein Löschfahrzeug mit Blaulicht.

Rettungsgasse

Bei einem Stau auf mehrspurigen Straßen sind alle Verkehrsteilnehmer gesetzlich verpflichtet, sofort eine Rettungsgasse zu bilden – nicht erst, wenn ein Einsatzfahrzeug bereits mit Blaulicht naht. Bei zwei Fahrstreifen gilt: Fahrzeuge auf der linken Spur fahren an den linken Fahrbahnrand, alle anderen an den rechten Rand. Bei drei oder mehr Fahrstreifen wird die Gasse zwischen dem äußersten linken und dem direkt rechts danebenliegenden Fahrstreifen gebildet.

Was nach einer kleinen Unannehmlichkeit klingt, entscheidet im Ernstfall über Leben und Tod: Jede Minute, die Rettungskräfte im Stau verlieren, kann für Schwerverletzte fatale Folgen haben. Trotzdem wissen laut Umfragen viele Autofahrerinnen und Autofahrer nicht genau, wie eine Rettungsgasse korrekt gebildet wird – ein Umstand, der Menschenleben kosten kann.

Video ansehen - Rettungsgasse rettet Leben!

Saison-Tipps

Adventskranz aus Tannengrün mit vier brennenden roten Kerzen, Zapfen und roten Schleifen.

Hinweise zu Weihnachten

In der besinnlichen Adventszeit sorgen offene Kerzen und Lichterketten leider auch für ein erhöhtes Brandrisiko. Der Deutsche Feuerwehrverband mahnt daher zum sorgsamen Umgang mit Kerzen – die häufigste Brandursache ist schlicht Unachtsamkeit.

Die wichtigsten Tipps: Kerzen nie unbeaufsichtigt brennen lassen, nur in standfeste, nicht brennbare Halter stellen, ausreichend Abstand zu brennbaren Gegenständen wie Geschenkpapier oder Vorhängen halten, und rechtzeitig löschen, bevor Tannengrün stark ausgetrocknet ist. Ein Löschmittel (Wassereimer, Feuerlöscher) sollte griffbereit stehen. Falls es doch brennt: Nur löschen, wenn ohne Eigengefährdung möglich – sonst Tür schließen, Wohnung verlassen und die 112 wählen.

Tipps vom DFV

Buntes Feuerwerk in Rot, Grün, Blau und Gold am Nachthimmel.

Hinweise zu Silvester

Für Feuerwehr und Rettungsdienst ist die Silvesternacht die einsatzreichste Nacht des Jahres – meist wegen falscher Handhabung von Feuerwerk. Der Deutsche Feuerwehrverband rät: Feuerwerk ist kein Spielzeug für Minderjährige, nur an erlaubten Orten zünden (nicht in Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Fachwerk- oder Reetdachhäusern), ausreichend Sicherheitsabstand halten, keine Blindgänger ein zweites Mal zünden und niemals selbst Feuerwerkskörper herstellen. Balkone und Terrassen vorher von brennbaren Gegenständen befreien, Fenster und Türen geschlossen halten. Im Notfall sofort die 112 wählen.

Weitere Sicherheits-Tipps

Für die Kleinen

Was ist Feuer?

Kennst du das? Eine Kerze brennt, das Lagerfeuer knistert, oder im Kamin zu Hause flackern die Flammen – aber weißt du eigentlich, was Feuer überhaupt ist und warum es brennt?

Damit ein Feuer entstehen kann, müssen immer drei Dinge gleichzeitig zusammenkommen – ein bisschen wie ein Rezept, bei dem alle Zutaten stimmen müssen:

  1. Etwas zum Verbrennen – zum Beispiel Holz, Papier oder Gas
  2. Sauerstoff – den unsichtbaren Teil der Luft, den wir zum Atmen brauchen
  3. Wärme – zum Beispiel ein Streichholz, ein Funke oder sogar ein starker Sonnenstrahl

Wenn diese drei Dinge zusammentreffen, kann das Feuer zu brennen beginnen. Und ist es erst einmal entfacht, erzeugt es selbst genug Wärme, um weiterzubrennen – solange noch Brennstoff und Sauerstoff da sind.

Gezeichnetes Dreieck aus gepunkteten Linien: oben eine Flamme, unten links ein Holzscheit, unten rechts Luftwirbel.
Brennstoff, Sauerstoff und Wärme
Eine Einsatzkraft der Feuerwehr Holdorf mit Atemschutzgerät löscht ein ausgebranntes Auto mit Schaum, von hinten gesehen.
Löscheinsatz an einem Auto

Das ist auch der Grund, warum Feuerwehrleute ein Feuer löschen können: Sie nehmen einfach eines dieser drei Dinge weg! Wasser kühlt die Flammen ab und nimmt ihnen die Wärme. Eine Löschdecke erstickt das Feuer, indem sie den Sauerstoff fernhält. Deshalb ist es auch so wichtig, dass du niemals selbst versuchst, ein Feuer zu löschen – das übernehmen die Profis, die genau wissen, was sie tun!

Besuch bei der Feuerwehr

Liebe Kindergärten, Schulen und sonstige Jugendgruppen!

Wir freuen uns immer besonders, wenn Kinder Interesse an der Arbeit der Feuerwehr zeigen. Deshalb ermöglichen wir Kindergärten, Schulklassen und anderen Jugendgruppen gerne einen Besuch bei uns.

Was euch dabei erwartet? Eine Nahansicht unserer Einsatzfahrzeuge samt Erklärung, das Ausprobieren eines Strahlrohrs, das Üben einer Notrufabsetzung, Einblicke in die Arbeit der Jugendfeuerwehr, die Vorstellung der Ausrüstung eines Feuerwehrmanns – und noch einiges mehr!

Bei Interesse nehmt einfach Kontakt zu unseren Schulklassenbetreuern auf und vereinbart unkompliziert einen Termin. Und sollte ein Besuch bei uns aus irgendeinem Grund nicht möglich sein: Sprecht uns trotzdem gerne an, gemeinsam finden wir eine Lösung! Schreibt uns einfach eine Mail mit eurer Frage – wir melden uns zeitnah und setzen uns mit euch in Verbindung.

Unsere E-Mail-Adresse: schulklassenbetreuer@feuerwehr-holdorf.de

Unsere Ansprechpartner für Kindergärten, Schulklassen, etc.:

  • Porträt von Stefan Lüpke-Narberhaus in roter Einsatzjacke vor einer Klinkerwand mit Feuerwehrsignet. Stefan Lüpke-Narberhaus
  • Porträt von Alex Meyer in dunkelblauer Uniform vor einer Klinkerwand mit Feuerwehrsignet. Alex Meyer