Wissenswertes – Notruf und Alarmierung

Der Notruf – Die 112
Im Notfall zählt jede Minute. Die Notrufnummer 112 ist europaweit kostenlos erreichbar – vom Handy auch ohne SIM-Karte, PIN oder Guthaben. Wichtig für eine schnelle Hilfe: Wo ist der Notfallort? Was ist passiert? Wer ruft an? Und: Auf Rückfragen warten, nicht auflegen!
Die Alarmierung
Seit 2018 werden die Feuerwehren im Landkreis Vechta digital alarmiert (POCSAG). Jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau trägt einen Alarmempfänger, der nicht nur auslöst, sondern auch direkt die Einsatzinformationen auf dem Display anzeigt – so weiß jeder sofort, welche Gefahrenlage gerade vorliegt. Die digitale Übertragung ist zudem deutlich abhörsicherer als frühere Systeme.


Zusätzlich zur Alarmierung per Funkmeldeempfänger werden die Kameradinnen und Kameraden über eine Alarm-App per Push-Nachricht informiert. Das dient als Backup, falls der Empfänger gerade keinen Empfang hat, und zeigt den Einsatzleitern zusätzlich auf einen Blick, wer gerade verfügbar ist – ob zu Hause, auf der Arbeit oder unterwegs. So lässt sich schnell einschätzen, ob weitere Kräfte nachalarmiert werden müssen.
Wissenswertes – Notfall & Vorsorge
Rauchmelder retten Leben
Ein Rauchmelder erkennt Brandrauch oft schon, bevor Sie selbst etwas bemerken – gerade nachts entscheidet das über Leben und Tod. In Niedersachsen sind Rauchmelder in Schlafzimmern, Kinderzimmern und Fluren, die als Rettungsweg dienen, gesetzlich vorgeschrieben. Wichtig: Batterie und Funktion regelmäßig prüfen, am besten einmal im Jahr.


Kinderfinder
Bei einem Brand zählen Kinder zu den Schwächsten – sie können sich oft nicht selbst bemerkbar machen und verstecken sich instinktiv vor Rauch und Flammen. Der Kinderfinder ist ein kleiner, gelber Warnaufkleber, der unten an der Kinderzimmertür angebracht wird. Da Rauch nach oben steigt, sieht der Rettungstrupp den Aufkleber auch bei starker Verrauchung noch im unteren Türbereich – ein wichtiger Hinweis, dass sich dort ein Kind befinden könnte. Kinderfinder sind bei VGH-Vertretungen und anderen öffentlichen Versicherern kostenlos erhältlich.
Gerne könnt ihr aber natürlich auch uns ansprechen, in der Regel haben wir welche vorrätig!
Rettungskarte
Bei einem Verkehrsunfall zählt jede Sekunde – doch moderne Autos mit Airbags, Gurtstraffern und extra-gehärteten Stahlteilen erschweren den Rettungskräften oft den schnellen Zugriff. Werden Airbag-Patronen beim Aufschneiden versehentlich ausgelöst, kann das für Verletzte und Helfer gleichermaßen gefährlich werden. Eine Rettungskarte, hinter der Sonnenblende hinterlegt, zeigt genau, wo diese kritischen Bauteile im jeweiligen Fahrzeugmodell sitzen, und hilft der Feuerwehr, gezielt und ohne unnötige Umwege zu handeln. Die Karte ist für die meisten gängigen Fahrzeugmodelle kostenlos zum Ausdrucken erhältlich – und kann im Ernstfall wertvolle Minuten sparen.


Rettungsgasse
Bei einem Stau auf mehrspurigen Straßen sind alle Verkehrsteilnehmer gesetzlich verpflichtet, sofort eine Rettungsgasse zu bilden – nicht erst, wenn ein Einsatzfahrzeug bereits mit Blaulicht naht. Bei zwei Fahrstreifen gilt: Fahrzeuge auf der linken Spur fahren an den linken Fahrbahnrand, alle anderen an den rechten Rand. Bei drei oder mehr Fahrstreifen wird die Gasse zwischen dem äußersten linken und der direkt rechts danebenliegenden Spur gebildet.
Was nach einer kleinen Unannehmlichkeit klingt, entscheidet im Ernstfall über Leben und Tod: Jede Minute, die Rettungskräfte im Stau verlieren, kann für Schwerverletzte fatale Folgen haben. Trotzdem wissen laut Umfragen viele Autofahrerinnen und Autofahrer nicht genau, wie eine Rettungsgasse korrekt gebildet wird – ein Umstand, der Menschenleben kosten kann.
Wissenswertes – Saison-Tipps
Hinweise zu Weihnachten
In der besinnlichen Adventszeit sorgen offene Kerzen und Lichterketten leider auch für ein erhöhtes Brandrisiko. Der Deutsche Feuerwehrverband mahnt daher zum sorgsamen Umgang mit Kerzen – die häufigste Brandursache ist schlicht Unachtsamkeit.
Die wichtigsten Tipps: Kerzen nie unbeaufsichtigt brennen lassen, nur in standfeste, nicht brennbare Halter stellen, ausreichend Abstand zu brennbaren Gegenständen wie Geschenkpapier oder Vorhängen halten, und rechtzeitig löschen, bevor Tannengrün stark ausgetrocknet ist. Ein Löschmittel (Wassereimer, Feuerlöscher) sollte griffbereit stehen. Falls es doch brennt: Nur löschen, wenn ohne Eigengefährdung möglich – sonst Tür schließen, Wohnung verlassen und die 112 wählen.


Hinweise zu Silvester
Für Feuerwehr und Rettungsdienst ist die Silvesternacht die einsatzreichste Nacht des Jahres – meist wegen falscher Handhabung von Feuerwerk. Der Deutsche Feuerwehrverband rät: Feuerwerk ist kein Spielzeug für Minderjährige, nur an erlaubten Orten zünden (nicht in Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Fachwerk- oder Reetdachhäusern), ausreichend Sicherheitsabstand halten, keine Blindgänger ein zweites Mal zünden und niemals selbst Feuerwerkskörper herstellen. Balkone und Terrassen vorher von brennbaren Gegenständen befreien, Fenster und Türen geschlossen halten. Im Notfall sofort die 112 wählen.
Wissenswertes – Für die Kleinen

Was ist Feuer?
Kennst du das? Eine Kerze brennt, das Lagerfeuer knistert, oder im Kamin zu Hause flackern die Flammen – aber weißt du eigentlich, was Feuer überhaupt ist und warum es brennt?
Damit ein Feuer entstehen kann, müssen immer drei Dinge gleichzeitig zusammenkommen – ein bisschen wie ein Rezept, bei dem alle Zutaten stimmen müssen:
- Etwas zum Verbrennen – zum Beispiel Holz, Papier oder Gas
- Sauerstoff – den unsichtbaren Teil der Luft, den wir zum Atmen brauchen
- Wärme – zum Beispiel ein Streichholz, ein Funke oder sogar ein starker Sonnenstrahl
Wenn diese drei Dinge zusammentreffen, kann das Feuer zu brennen beginnen. Und ist es erst einmal entfacht, erzeugt es selbst genug Wärme, um weiterzubrennen – solange noch Brennstoff und Sauerstoff da sind.
Das ist auch der Grund, warum Feuerwehrleute ein Feuer löschen können: Sie nehmen einfach eines dieser drei Dinge weg! Wasser kühlt die Flammen ab und nimmt ihnen die Wärme. Eine Löschdecke erstickt das Feuer, indem sie den Sauerstoff fernhält. Deshalb ist es auch so wichtig, dass du niemals selbst versuchst, ein Feuer zu löschen – das übernehmen die Profis, die genau wissen, was sie tun!
Wusstest du schon? Eine Flamme kann unterschiedliche Farben haben! Kühlere Flammen leuchten eher rötlich, richtig heiße Flammen dagegen blau – das hängt davon ab, wie heiß es gerade brennt.


Brandschutz-Spiel – Floris Feuerwehr Quiz
Willst du testen, ob du schon ein kleiner Brandschutz-Experte bist? Bei Floris Feuerwehr-Quiz suchst du zuerst Gefahren in einem Bild, bevor knifflige Fragen rund um Feuer und Sicherheit auf dich warten. Schaffst du alle Aufgaben, gibt’s am Ende sogar eine echte Urkunde!
Besuch bei der Feuerwehr
Liebe Kindergärten, Schulen und sonstige Jugendgruppen!
Wir freuen uns immer besonders, wenn Kinder Interesse an der Arbeit der Feuerwehr zeigen. Deshalb ermöglichen wir Kindergärten, Schulklassen und anderen Jugendgruppen gerne einen Besuch bei uns.
Was euch dabei erwartet? Eine Nahansicht unserer Einsatzfahrzeuge samt Erklärung, das Ausprobieren eines Strahlrohrs, das Üben einer Notrufabsetzung, Einblicke in die Arbeit der Jugendfeuerwehr, die Vorstellung der Ausrüstung eines Feuerwehrmanns – und noch einiges mehr!
Bei Interesse nehmt einfach Kontakt zu unseren Schulklassenbetreuern auf und vereinbart unkompliziert einen Termin. Und sollte ein Besuch bei uns aus irgendeinem Grund nicht möglich sein: Sprecht uns trotzdem gerne an, gemeinsam finden wir eine Lösung! Schreibt uns einfach eine Mail mit eurer Frage – wir melden uns zeitnah und setzen uns mit euch in Verbindung.
Unsere E-Mail-Adresse: schulklassenbetreuer[at]feuerwehr-holdorf.de

Unsere Ansprechpartner für Kindergärten, Schulklassen, etc.:

Stefan Lüpke-Narberhaus

Alex Meyer
